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Das Präsidium des IAK

Die Mitglieder des Präsidiums werden von der Generalversammlung gewählt. Ihm gehören ehemalige Häftlinge des Lagers Auschwitz und jüngere Mitglieder, die Auschwitz-Stiftungen repräsentieren, gemeinsam an. Das Präsidium hat neun Mitglieder.

  

Präsident

Noach Flug, Jerusalem

  • 1925 in Lodz, Polen geboren
  • 1939 „Umsiedlung“ der Familie ins Lodzer Ghetto, Zwangsarbeit.
  • August 1944 Deportation nach Auschwitz, Groß-Rosen, Mauthausen und Ebensee. In Ebensee befreit durch amerikanische Truppen am 6. Mai 1945.
  • Nach dem Krieg Schulabschluss in Lodz und Studium der Ökonomie in Lodz und Warschau.
  • 1958 mit Frau und zwei Töchtern Einwanderung nach Israel.
  • Bis zur Pensionierung 1987 Tätigkeit als Ökonom und Diplomat, u. a. in Zürich und Bonn.
  • Mitglied des Vorstandes von Yad Vashem und AMCHA, Generalsekretär der W.J.R.O.
  • Seit 2003 Vorsitzender der Organisation der Holocaust-Überlebenden in Israel.
  • Seit 2002 Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

Ehrenpräsident †

Julius Goldstein, Berlin

  • geboren am 3. November 1914, gestorben 24. September 2007,
  • 1933 als Jude und Kommunist aus Deutschland vertrieben, ging über Luxemburg, Frankreich und Palästina nach Spanien: Kampf in den Internationalen Brigaden gegen den Franco-Faschismus. Nach dem Sieg Francos in Frankreich interniert, nach der deutschen Besetzung an die Nazis ausgeliefert und nach Auschwitz deportiert. Am 17. Januar 1945 aus Auschwitz evakuiert: „Todesmarsch“ nach Buchenwald.
  • Nach dem Krieg politisches Engagement im Ruhrgebiet.
  • 1951 Übersiedlung in die DDR. Bis 1978 Journalist und Intendant des Rundfunksenders „Stimme der DDR“.
  • Seit 1976 Vizepräsident des IAK.
  • 1996 zum Ehrenbürger Spaniens ernannt.
  • Seit 2003 Ehrenpräsident des IAK.
  • 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
  • Bis zuletzt Vortragstätigkeit vor Schulklassen, in Jugendzentren und bei zahlreichen politischen Veranstaltungen.

Vizepräsidenten

Kazimierz Albin, Warschau

  • Jahrgang 1922,
  • Am 14. Juni 1940 als polnischer Widerstandskämpfer mit dem ersten Transport nach Auschwitz deportiert. Albin erhält die Nummer 118, sein Bruder trägt die Nummer 116.
  • 1943 gelingt ihm die Flucht aus dem Lager und er schließt sich in Krakau unter falschem Namen erneut der Widerstandsbewegung „Heimatarmee“ an.
  • Nach dem Krieg Besuch der Technischen Hochschule, Diplom-Ingenieur für Flugzeugbau.
  • Lebt als Vorstandsmitglied von „Tonno-Gesellschaft zur Betreuung von Auschwitz“ in Warschau.

Prof. Felix Kolmer, Prag

  • 1922 in Prag geboren, als 19-jähriger nach Theresienstadt deportiert.
  • Häftling in Auschwitz und Friedland (Nebenlager von Groß-Rosen), Zwangsarbeit. Nach seiner Befreiung Studium: Professor für Physik.
  • Weltweite Forschungs- und Vortragstätigkeit (Akustik): Präsident der Theresienstadt-Initiative, Mitglied des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Prag,
  • Kontinuierliches Engagement für die Entschädigung der überlebenden Zwangsarbeiter und Häftlinge.
  • Zahlreiche Vorträge vor Schulklassen und Jugendlichen in Europa.

Raphaël Esrail, Paris

  • Jahrgang 1925, in Lyon aufgewachsen.
  • Mit 11 Jahren schloss sich Raphaël einer jüdischen Pfadfindergruppe an: Die Idee der Pfadfinder prägte ihn und führte ihn schließlich in die Resistance.
  • Nach der Besetzung Lyons durch die Deutschen 1942 – spezialisierte sich Esrail in der Widerstandsbewegung auf das Fälschen von Papieren.
  • 1944 wurde der 19-jährige verhaftet und schließlich nach Auschwitz deportiert.
  • Am 18. Januar 1945 begann für ihn der „Todesmarsch“: Am 1. Mai 1945 wurde er durch die Amerikaner in Dachau befreit.
  • Beruflich engagierte sich Raphaël Esrail als Ingenieur. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und 2 Enkelkinder. Heute ist er Generalsekretär der Union des Deportés Auschwitz und aktiv in der Stiftung für die Erinnerung der Deportation und der Shoah in Paris.
  • Besondere Bedeutung hat für ihn seine Zusammenarbeit mit Geschichtslehrern und Jugendlichen in Schulen.

Roman Kent, New York

  • 1929 in Lodz, Polen, geboren. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen Deportation in das Lodzer Ghetto und später in die Konzentrationslager Auschwitz, Mertzbachtal, Dornau und Flossenbürg.
  • 1946 wurde er aufgrund eines Beschlusses der Regierung der USA (Displaced Person Act) im Rahmen einer „Kinder-Quote“ in den USA aufgenommen.
  • Roman Kent lebt mit seiner Familie als Unternehmer in New York. Er ist Vorsitzender der „American Gathering of Jewish Holocaust Survivors“ und Schatzmeister der „Jewish Claims Conference“.

Henri Goldberg, Brüssel

  • Henri Goldberg überlebte als „verstecktes, jüdisches Kind“ die Nazi-Okkupation in Belgien.
  • Er lebt als Ingenieur in Brüssel.
  • Generalsekretär der „Fondation Auschwitz“

Christoph Heubner, Berlin

  • Jahrgang 1949, geschäftsführender Vizepräsident des IAK.
  • Vize-Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung für die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz.
  • Im Juni 2004 vom polnischen Ministerpräsidenten Belka in den Internationalen Auschwitzrat berufen, der die polnische Regierung berät und von Prof. Wladyslaw Bartoszewski geleitet wird.
  • Langjährige Vorbereitung und Betreuung von Auszubildenden der Volkswagen Coaching GmbH bei Seminaren und Erhaltungsarbeiten in der Gedenkstätte Auschwitz.
  • Als Autor zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa.
  • 1998 Verleihung des Kavalierskreuzes des Verdienstordens der Republik Polen.
  • 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im Januar 2005 vom polnischen Staatspräsidenten mit dem Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen geehrt.


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