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Presseerklärung vom 18. Dezember 2009

Diebstahl des Schildes "Arbeit macht frei" in Auschwitz:
Überlebende sind verstört

Der Diebstahl des weltbekannten Schildes „Arbeit macht frei” über dem Eingangstor des Stammlagers Auschwitz verstört die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Internationalen Auschwitz Komitee zutiefst.

„Es war von Anfang an das Bestreben der Überlebenden, den Ort des Geschehens und seine Symbole als Tatort und als Gedenkstätte zu erhalten. Bis heute erinnert der Schriftzug „Arbeit macht frei” an das Leiden, aber auch an das Widerstehen der Häftlinge: Nicht umsonst hat der Häftling in der Lagerschlosserei, der das Schild auf Befehl der SS fertigen musste, das „B” im Wort „Arbeit” auf den Kopf gestellt, um seinen Mithäftlingen ein Signal der Selbstbehauptung zu geben”, betonte Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin.

„Gerade angesichts des 65. Jahrestag der Befreiung am 27. Januar 2010 hoffen wir, dass die Sicherheitsvorkehrungen im Lager intensiviert werden und die Polizei die Schuldigen findet. Die Aufschrift und das Lager selbst werden erzählen, was geschehen ist, auch wenn wir Überlebenden nicht mehr berichten können. Deshalb muss das Schild gefunden werden”, sagte Noach Flug, der Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees und Auschwitz-Überlebende in Jerusalem.


Bericht der Nachrichtenagentur Reuters
Artikel in der Tageszeitung "Die Welt"

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