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Presseerklärung vom 20. Januar 2010 Anschlag auf Synagoge auf Kreta: "Nicht nur gedenken, sondern auch die Feinde der Demokratie bekämpfen"Zwei mal wurden in den zurückliegenden 14 Tagen Brandanschläge auf die Etz Hayyim-Synagoge in Chania auf Kreta verübt, die dem Gebäude beträchtlichen Schaden zufügten: Ein erneuter Versuch jüdisches Leben aus der Nachbarschaft auszugrenzen und den Alltag der jüdischen Bewohner mit tiefer Angst zu überziehen: 65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, die in diesen Tagen europaweit begangen wird, ein ernüchterndes und beängstigendes Signal, das weit über Kreta und die griechische Gesellschaft hinausweist. „Mehr als 45.000 Juden aus Griechenland wurden in Auschwitz ermordet. Auch deshalbwerfen diese Brandanschläge einen dunklen Schatten auf die Gedenkfeierlichkeiten zum 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und sie erinnern uns an die realen Ängste, mit denen nicht nur Überlebende des Holocaust heute erneut konfrontiert sind”, sagte Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin. Und Noach Flug, Auschwitz-Überlebender und Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees fügte in Jerusalem hinzu: „Wir sehen die Bilder der brennenden Synagoge, aber für uns läuft die Erinnerung weiter: Wir sehen auch die Bilder der Deportationen danach, die für uns in Auschwitz endeten: Wir hoffen, dass Europa nicht nur gedenkt, sondern auch die Feinde der Demokratie bekämpft.” |
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