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Veranstaltung in Oswiecim
Der Präsident des Europäischen Parlaments und sein Vorgänger: Jerzy Buzek und Hans Gert Pöttering in Oswiecim

 

Diskussionsveranstaltung am 18. September 2009: "Das verlorene und das gewonnene Europa"

"In Auschwitz hat Europa sein Gewissen verloren."


Gemeinsam hatten das Internationale Auschwitz Komitee und die Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim/Auschwitz zu einer europapolitischen Debatte nach Oswiecim eingeladen, an der an diesem symbolträchtigen Ort der am 14. Juli zum neuen Präsidenten des Europäischen Parlamentes gewählte ehemalige polnische Ministerpräsident Jerzy Buzek und sein deutscher Brüsseler Amtsvorgänger Hans Gert Pöttering teilnahmen. Ihre Gesprächspartner waren der Auschwitz Überlebende und Journalist Marian Turski aus Warschau und Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

"Das verlorene und das gewonnene Europa", unter diesem Titel diskutierten die Teilnehmer der Runde das, was Europa durch den 2. Weltkrieg und durch den Holocaust verloren gegangen ist: "Auschwitz, das bedeutet deutsche Verantwortung", sagte Marian Turski, "aber Auschwitz beschreibt auch eine europäische Katastrophe. In Auschwitz hat Europa sein Gewissen verloren. "

Die politische Wende von 1989 in Europa beinhaltet eine neue Chance für Toleranz und Demokratie in Europa, darin waren sich alle Diskutierenden einig: "Man muss die Tatsachen der Geschichte und ihre Ursachen kennen -und man muss in der Lage sein, heute aus ihnen Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir Europäer sind gerne stolz darauf, dass unser Kontinent die Wiege der Menschenrechte war. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass in Europe die totalitären Systeme geboren wurden, aus denen unzählige Stätten der Exekution entstanden sind. Die Idee der europäischen Einigung ist auf dem Hintergrund der Schrecken des Krieges entstanden und aus der Furcht vor einem neuen Krieg. Ich bin nach Oswiecim und nach Auschwitz gekommen, um gerade an diesem Ort daran zu erinnern", betonte Jerzy Buzek.

Marian Turski berichtete aus seinen Gesprächen mit jungen Menschen: "Sie sind bereit ein Stück meines Gepäcks zu tragen und ich bin bewegt durch ihr Interesse und ihr Mitgefühl." Hans Gert Pöttering dankte der Internationalen Jugendbegegnungsstätte für ihre Arbeit. Und Marian Turski fügte hinzu "Dieses Haus bedeutet den Überlebenden in aller Welt sehr viel, es wird als beispielhaft wahrgenommen, und es bedeutet auch, dass unsere Geschichte nicht vergessen wird.“

Am Morgen des 19. November legten der alte und der neue Präsident des Europaparlamentes gemeinsam mit Direktor Piotr Cywinski einen Kranz an der Todeswand im Stammlager der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau nieder. Im Anschluss hatte Direktor Cywinski Gelegenheit , dem Preasidenten des Parlamentes Die Neugründung der Stiftung zur Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz vorzustellen.

„Diese Diskussionsveranstaltung war der Höhepunkt unseres Projektes 1939/1989 Zeit der Schuld-Zeit der Hoffnung“, betonte Direktor Leszek Szuster. „In diesem Jahr ist die Arbeit der IJBS Besonders der Idee der weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte verpflichtet. Auch hierzu hat diese Diskussion ihren wichtigen Beitrag geleistet.


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Veranstaltung Oswiecim
Marian Turski und Christoph Heubner

Veranstaltung Oswiecim
Leszek Szuster, der Direktor der IJBS, begrüßt Prof. Felix Kolmer, den tschechischen Vize-Präsidenten des IAK, der mit 30 Schülern aus Prag die Gedenkstätte besuchte und als Gast an der Diskussion teilnahm.

 

 

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