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Vernichtung und Zwangsarbeit

Berichte sowjetischer Kriegsgefangener


Vor 65 Jahren, im September 1941, wurde in Auschwitz erstmals der Massenmord mit dem Giftgas Zyklon B „erprobt“. 600 sowjetische Kriegsgefangene und 250 polnische Gefangene starben. „Nun hatten wir das Gas und den Vorgang entdeckt“ (Lagerkomman­dant Rudolf Höß). Es folgte der millionenfache Mord an den Juden Europas.
Während des letzten Appells im KZ Auschwitz am 17. Januar 1945 standen 96 sowjetische Kriegsgefangene in den Reihen: 15 000 waren im Lager angekommen. Insgesamt starben über drei Millionen, - während der Zwangsarbeit, wurden ermordet und in Massen­gräbern verscharrt.

Nach Bekanntgabe der deutschen „Zwangsarbeiterentschädigung“ stellten 20 000 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene Anträge. Sie wurden abgelehnt mit Verweis auf deutsches Recht: „Kriegsgefangenschaft begründet keine Leistungsberechtigung“.

Im Rahmen der Veranstaltung wird das Bürger-Engagement für vergessene NS-Opfer vorgestellt, das schon mehreren tausend alten Menschen in Armenien, Belarus, Russland und in der Ukraine Spenden als „Gesten der Anerkennung“ übermittelt hat.

Eine Veranstaltung des Internationalen Auschwitz Komitees und KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. :

Freitag, 22. September 2006, 19:00 Uhr,
Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Saal

Kurt Julius Goldstein, Ehrenpräsident des Internationalen Auschwitz Komitees
Michail S. Monak
, Belarus, ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener
Dr. Peter Jahn,
KOHTAKTbI-Vorstandsmitglied

Eberhard Radczuweit liest aus Briefen sowjetischer Kriegsgefangener

Freier Eintritt, es wird um Spenden für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene gebeten. Spendenkonto: 306 55 99 006
Berliner Volksbank,
BLZ 10090000
Kennwort „Kriegsgefangene“

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