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Ausschluss Gedeons ist ein durchsichtiges Manöver der AfD: Aufmerksamkeit soll von den anderen Neonazis und Rechtsextremen um Kalbitz und Höcke abgelenkt werden

Zum heutigen Ausschluss des AfD-Mitglieds Gedeon aus seiner Partei betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

"Über zwei Jahre haben Auschwitz-Überlebende die aggressiven und antisemitischen Hetztiraden des AfD-Mitglieds Gedeon mit Abscheu und Entsetzen verfolgt. Dass in Deutschland ein Mandatsträger einer Partei in der Öffentlichkeit und in einem Parlament noch einmal so unverhohlen gegen Juden hetzen und den Antisemitismus als mörderische Botschaft würde propagieren können, war für sie unvorstellbar. In all diesen Monaten hat sich die AfD dieses Mitglieds nicht geschämt und sich seiner nicht entledigt, weil es dafür offensichtlich in der Partei keine Mehrheit gab. Herr Gedeon war Fleisch vom Fleische dieser Bewegung. Wenn Herr Gedeon nun ausgerechnet heute ausgeschlossen wird, ist dies nichts weiter als ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver, um in der gegenwärtigen Situation die Aufmerksamkeit vom Flügel in der AfD und den anderen Neonazis und Rechtsextremen um Kalbitz und Höcke abzuziehen."