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"Querdenker" im Kampfmodus Bild: Tagesschau.de

"Querdenker" im Kampfmodus Bild: Tagesschau.de

Ex-Offiziere und Ex-Polizisten radikalisieren Querdenkerbewegung

Die Recherchen von Journalistinnen und Journalisten zur führenden organisatorischen und ideologischen Beteiligung von Ex-Soldaten und Ex-Polizisten bei der Radikalisierung der Querdenkerbewegung erschrecken Überlebende des Holocaust zutiefst. Hierzu betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

"Die Tatsache, daß Ex-Offiziere wie Maximilian Eder und Ex-Polizisten mittlerweile zu Führungsfiguren der Querdenker Szene aufgestiegen sind und mit ihrer Hetze die Destabilisierung des Staates und den Hass gegen seine Repräsentantinnen und Repräsentanten vorantreiben, ist nicht nur für Überlebende des Holocaust mehr als alarmierend. Wenn aus Netzwerken dieser Szenen heraus immer radikaler versucht wird, den Staat zu delegitimieren und Wut und Hass in die Bevölkerung zu tragen, ist -wie in Washington beim Marsch aufs Capitol-  der Weg zum Marsch auf den Reichstag vorgezeichnet.

Überlebende des Holocaust haben am eigenen Leib erlebt, wohin es führt, wenn die Demokratie erodiert und Hass und gesellschaftliche Spaltung die Oberhand gewinnen:

Deswegen hoffen sie jetzt auf einen wehrhaften Staat, der endgültig Rechtsextreme aus Polizei und Bundeswehr entfernt und auf der Grundlage der auch im Ruhestand bestehenden Treuepflicht gesetzlich gegen Beamte vorgeht, die sich an derartigen Netzwerk-Komplotten gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland beteiligen."