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Überlebende des Holocaust trauern um Hans-Jochen Vogel: Der Holocaust war eine aktuelle und brennende Wunde in Vogels Leben

Zum Tod von Hans-Jochen Vogel betont in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:

„Überlebende des Holocaust und Auschwitz-Überlebende in aller Welt sind berührt vom Tode Hans-Jochen Vogels. Sie verabschieden sich von ihm mit Schmerz, Trauer und Dankbarkeit. Das, was man den jüdischen Familien und allen anderen Häftlingen in den deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern angetan hatte, blieb eine immer aktuelle und brennende Wunde in Hans-Jochen Vogels Leben und eine stetige Herausforderung für sein von Menschenliebe geprägtes politisches Engagement. Vogel ist so für die Überlebenden des Holocaust zu einem der glaubwürdigsten Gesichtern der deutschen Politik und einem deutschen Patrioten geworden, dem sie vertrauten. Sein Engagement für die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz und die dortige Gedenkstätte haben sie mit ihm ebenso verbunden, wie seine Initiative zur Gründung der Vereinigung ‚Gegen Vergessen – für Demokratie‘. Gerade in diesen Tagen von ansteigendem Antisemitismus, rechtsextremer Gewalt und populistischem Hass wird uns Hans-Jochen Vogel fehlen. Er hat bei seiner Auseinandersetzung mit diesen Gefahren nie sein Vertrauen zu den Menschen und seine Hoffnung verloren, dass die Demokratie in Deutschland bewahrt bleibt. Das Deutschland heute in der Welt wieder einen so geachteten Platz einnimmt, ist auch der Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit dieses einen Menschen zu verdanken."