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05.06.2026

Auschwitz bleibt Auftrag: IAK stärkt Erinnerungsarbeit in Buenos Aires

 
 
Rosa Rotenberg, Holocaust-Überlebende. 1941 im Ghetto Warschau geboren. Im Alter von 6 Monaten heimlich aus dem Ghetto herausgeschmuggelt. Nach dem Krieg gelang es ihrem Vater, sie dank eines Muttermals an ihrem Ohr zu finden. Er hatte drei Konzentrationslager überlebt. Ihre Mutter Regina überlebte nicht, sie starb in Bergen-Belsen kurz nach der Befreiung. Rechts im Bild: Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees. Foto: IHRA

Rosa Rotenberg, Holocaust-Überlebende. 1941 im Ghetto Warschau geboren. Im Alter von 6 Monaten heimlich aus dem Ghetto herausgeschmuggelt. Nach dem Krieg gelang es ihrem Vater, sie dank eines Muttermals an ihrem Ohr zu finden. Er hatte drei Konzentrationslager überlebt. Ihre Mutter Regina überlebte nicht, sie starb in Bergen-Belsen kurz nach der Befreiung. Rechts im Bild: Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees. Foto: IHRA

 

 

 

Vom 1. bis 4. Juni 2026 nahm eine Delegation des Internationalen Auschwitz Komitees am Plenum der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) in Buenos Aires teil.

Zur deutschen Delegation bei der IHRA, die unter der Leitung von Botschafter Carsten Wilms nach Buenos Aires reiste, gehört auch Christoph Heubner, Exekutiv VIzepräsident des IAK.

Auch in der österreichischen, tschechischen und belgischen Delegation waren mit Hannah M. Lessing aus Wien, Marta Malá aus Prag und Frédéric Crahay aus Brüssel Mitglieder des IAK-Präsidiums vertreten.

Das erste IHRA-Plenum unter argentinischer Präsidentschaft stand unter dem Leitwort „Expanding the Frontiers of Remembrance“. Für die Überlebenden von Auschwitz und der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager ist diese internationale Zusammenarbeit gerade heute von besonderer Bedeutung: Erinnerung darf nicht erstarren, sie muss weitergegeben, verteidigt und in die Gegenwart übersetzt werden.

In Buenos Aires wurde deutlich, wie eng die Erinnerung an den Holocaust, die Erinnerung an den Völkermord an den Sinti und Roma und der Kampf gegen Antisemitismus miteinander verbunden sind. Die argentinische Präsidentschaft der IHRA markiert dabei einen historischen Schritt: Erstmals führt ein südamerikanisches Land den Vorsitz der Allianz.

Die Delegierten diskutierten über Bildung, Forschung und Erinnerungskultur, über die Verantwortung kommender Generationen und über die praktische Anwendung der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus. Auch die Geschichte der Holocaust-Überlebenden in Argentinien und die Auseinandersetzung mit der Präsenz ehemaliger Nationalsozialisten in Argentinien waren Themen der Beratungen.

Für das Internationale Auschwitz Komitee bleibt die Arbeit der IHRA ein unverzichtbarer Teil jener gemeinsamen Verantwortung, die aus Auschwitz erwächst: Antisemitismus, Geschichtsvergessenheit und Hass dürfen nicht unwidersprochen bleiben – in Europa, in Lateinamerika und überall dort, wo die Erinnerung angegriffen oder verdrängt wird.

Link zur Website des IHRA

Fotos von der IHRA Konferenz 2026 in Buenos Aires