
Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees. Foto: Eva Oertwig/SCHROEWIG News & Images für IAK Berlin
Zum vorläufigen Ausgang der heutigen Landtagswahl in Sachsen- Anhalt betonte in München Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Dieses Wahlergebnis macht uns Angst! Auf welchem Weg ist Deutschland? Dem Weg, den es schon einmal gegangen ist? Die Tatsache, dass noch einmal in einem deutschen Landesparlament eine rechtsextreme Partei als stärkste Fraktion Platz nehmen wird, hätten wir als Überlebende des Holocaust nie für möglich gehalten. Wir werden weiter für die Demokratie und die Erinnerung kämpfen. Das sind wir unseren ermordeten Angehörigen schuldig und das ist unsere Verpflichtung den jungen Menschen in Deutschland gegenüber."
Und in Berlin fügte Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees hinzu: "Nicht nur der Blick von Holocaust Überlebenden auf unser Land verdüstert sich. Nach diesem Wahlergebnis werden sich Menschen in vielen Ländern Europas fragen, welche Antworten die demokratischen Parteien jetzt in Deutschland finden und wie stabil die Demokratie der Deutschen ist."