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04.09.2026

Günter Schmitz: Fünf Jahrzehnte gegen Schweigen und Vergessen

 
 
Der Langenfelder Historiker Günter Schmitz hat mit dem „Familienbuch der jüdischen Bürger von Langenfeld, Monheim und Hitdorf“ ein nahezu 500 Seiten starkes Werk vorgelegt, das die Schicksale von über 700 jüdischen Menschen dokumentiert.  Bild: VHS, Stolpersteine in Langenfeld: Christian Michelides, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons, Collage: KGS für IAK Berlin

Der Langenfelder Historiker Günter Schmitz hat mit dem „Familienbuch der jüdischen Bürger von Langenfeld, Monheim und Hitdorf“ ein nahezu 500 Seiten starkes Werk vorgelegt, das die Schicksale von über 700 jüdischen Menschen dokumentiert. Bild: VHS, Stolpersteine in Langenfeld: Christian Michelides, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons, Collage: KGS für IAK Berlin

 

 

 

Zur morgigen Auszeichnung des Langenfelder Historikers und Pädagogen Günter Schmitz mit der "Gabe der Erinnerung" des Internationalen Auschwitz Komitees betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees:

"Das Internationale Auschwitz Komitee ehrt mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten, die sich  in besonderer Weise für die Erinnerung an den Holocaust, für Toleranz und die Vielfalt menschlichen Zusammenlebens in einer demokratischen Gesellschaft engagiert haben und engagieren.

Nun rückt der 87 jährige Historiker und Pädagoge Günter Schmitz aus Langenfeld im Rheinland in die Reihe der illustren Preisträger. Mit ihm ehren wir einen Menschen, der sich über fünf Jahrzehnte bemüht hat, die Spuren der im Holocaust verschwundenen jüdischen Bürger aus seiner Heimatregion sichtbar werden zu lassen und ihre Namen zu nennen. Oft sind ihm Widerstände und Gleichgültigkeit begegnet, aber Günter Schmitz hat sich von seinem Weg in all diesen Jahren nie abbringen lassen und durch seine Arbeit der Stadt Langenfeld ein Stück ihrer beschwiegenen und verdrängten Geschichte zurückgegeben.

Das Engagement von Günter Schmitz ist gerade in diesen Zeiten, in denen Rechtsextreme in Deutschland an vielen Orten gegen die Erinnerungskultur mobil machen, nicht hoch genug einzuschätzen. Durch sein Beispiel hat Schmitz viele Menschen ermutigt, das Schweigen und die Gleichgültigkeit zu durchbrechen und den ermordeten jüdischen Mitbürgern wenigstens eine späte Aufmerksamkeit widerfahren zu lassen."