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08.03.2026

Zum 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg – Ein Leben der Erinnerung und der Menschlichkeit

 
 
Leer feierte den 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg mit einem besonderen Geschenk: der Premiere eines Films über sein Leben. Auf der Bühne vor der Leinwand die Dokumentarfilmer Jesco Denzel (l.) und Güner Balci mit Bürgermeister Claus-Peter Horst und dem Produzenten Matthias Miegel. Der Holocaust-Überlebende erlebte den bewegenden Abend gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Gerda Dänekas und mehr als siebenhundert Gästen. Foto: Axel Pries, Bildbearbeitung: KGS für IAK Berlin

Leer feierte den 101. Geburtstag von Albrecht Weinberg mit einem besonderen Geschenk: der Premiere eines Films über sein Leben. Auf der Bühne vor der Leinwand die Dokumentarfilmer Jesco Denzel (l.) und Güner Balci mit Bürgermeister Claus-Peter Horst und dem Produzenten Matthias Miegel. Der Holocaust-Überlebende erlebte den bewegenden Abend gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Gerda Dänekas und mehr als siebenhundert Gästen. Foto: Axel Pries, Bildbearbeitung: KGS für IAK Berlin

 

 

 

Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg hat am 7. März 2026 seinen 101. Geburtstag gefeiert. In seiner Heimatstadt Leer in Ostfriesland kamen aus diesem Anlass mehr als siebenhundert Menschen zusammen, um dem Ehrenbürger der Stadt ihre Zuneigung zu zeigen und ihn zu ehren.

Gemeinsam mit ihm und seiner Lebenspartnerin Gerda Dänekas wollten sie die Uraufführung des Dokumentarfilms „Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“ von Güner Balci und Jesco Denzel erleben.

Vor Beginn der Uraufführung sprach der Bürgermeister der Stadt Leer, Claus-Peter Horst, ein Grußwort und lud Christoph Heubner ein, die Grüße von Auschwitz-Überlebenden aus vielen Ländern, sowie der Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Dr. Eva Umlauf, zu überbringen. In seinem Grußwort betonte Christoph Heubner: 

„Allen Überlebenden des Holocaust gilt jedes Lebensjahr, das ihnen geschenkt wird, als ein Jahr der Erinnerung und des Triumphes über den antisemitischen Vernichtungswillen, dem sie und ihre jüdischen Familien während der Nazi-Jahre in Deutschland ausgesetzt waren.“

Albrecht Weinberg überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen sowie mehrere Todesmärsche. Fast seine gesamte jüdische Familie wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Nach Jahrzehnten im Exil in den USA kehrte er in seine ostfriesische Heimat zurück. Seither spricht er unermüdlich vor Schülerinnen und Schülern über die Erfahrungen seiner Generation und ermutigt junge Menschen, sich gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen.

Für das Internationale Auschwitz Komitee steht Albrecht Weinberg mit seinem langen Leben und seiner unerschütterlichen Bereitschaft zu erinnern beispielhaft für die Generation der Überlebenden, deren Stimmen heute wichtiger denn je sind. Seine Begegnungen mit jungen Menschen hinterlassen bleibende Eindrücke und tragen dazu bei, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen lebendig zu halten.

Das Internationale Auschwitz Komitee gratuliert Albrecht Weinberg herzlich zu seinem 101. Geburtstag und dankt ihm für seinen Mut, seine Menschlichkeit und sein jahrzehntelanges Engagement gegen Antisemitismus und das Vergessen.