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22. bis 25. September 2026 | Oswiecim, Polen

18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees

Dr. Eva Umlauf, Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, bei der 18. Generalversammlung des IAK in Auschwitz. Überlebende des Holocaust, ihre Nachkommen und Vertreter von Auschwitz-Stiftungen aus zwölf Ländern kamen vom 22. bis 25. September 2026 zusammen. Foto: Martin Korczok
Dr. Eva Umlauf, Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, bei der 18. Generalversammlung des IAK in Auschwitz. Überlebende des Holocaust, ihre Nachkommen und Vertreter von Auschwitz-Stiftungen aus zwölf Ländern kamen vom 22. bis 25. September 2026 zusammen. Foto: Martin Korczok 
 

Ergebnisse der Generalversammlung

„Wehrhaft gegen die Feinde der Demokratie vorgehen“

18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees, 22.–25. September 2026 in Auschwitz: Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen aus zwölf Ländern beraten über Erinnerung, Antisemitismus und die Verteidigung der Demokratie.

Mit einem Grußwort der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ist am Wochenende die 18. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees zu Ende gegangen, zu der Überlebende des Holocaust mit ihren Nachkommen und Repräsentanten von Auschwitz- Stiftungen aus 12 Ländern in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz zusammengekommen waren.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Dr. Eva Umlauf, Präsidentin des Komitees:

"Für mich als Überlebende des Lagers ist diese Versammlung, sind Sie alle, ein Grund zur Hoffnung in schwierigen Zeiten. Nein, wir werden in diesen schwierigen Zeiten nicht schweigen- gerade an diesem Ort nicht, an dem die deutschen Nazis so viele von uns gequält und ermordet haben. Wir vergessen sie nicht, niemanden von ihnen und wir vergessen auch nicht, wer die Täter waren und wohin der Antisemitismus, der Rassenhass und ihre mörderische Ideologie sie geführt haben. Und wir wissen und beobachten, dass es schon  wieder viel zu viele Menschen gibt, die dieser Ideologie zu folgen bereit und von Hass gegen uns und die Demokratie erfüllt sind."

Die Präsidentin der  Europäischen Kommission Ursula von der Leyen dankte in ihrem Grußwort den Überlebenden und ihren Organisation für ihr Engagement: "Seit Jahrzehnten legen Sie Zeugnis ab- in Schulen, an Gedenkorten, bei öffentlichen Veranstaltungen. Sie finden Worte für ein Grauen, das sich nicht in Worte fassen läßt. Unermüdlich geben Sie die Lehren weiter, die unser friedliches Zusammenleben erst ermöglichen: Hasst nicht! Seid tolerant! Respektiert Unterschiede! Diese Arbeit ist so schwer, wie sie wichtig ist. Weil wir uns erinnern, konnten wir unser  Haus Europa auf Würde, Freiheit und Gleichheit bauen. Und weil wir uns erinnern, müssen wir weiterhin dafür kämpfen.

"Zu den Ergebnissen der Generalversammlung betonte Christoph Heubner, der Exekutiv -Vizepräsident des Komitees:

"Viele der Delegierten berichteten über ihr Engagement angesichts des zunehmendem Antisemitismus und der Verbreitung rechtspopulistischer Ideologien in ihren Heimatländern. Grundsätzlich sei die gesellschaftliche Akzeptanz rechtsextremen und rassistischen Gedankengutes in ihren Gesellschaften gewachsen. Vielerorts nähmen deshalb die Unsicherheit und die Angst jüdischer Familien angesichts des permanenten Trommelns rechtsextremer Ideologen auch im digitalen Raum zu.

Besonders empört zeigten sich die Delegierten hinsichtlich des Versuchs deutscher Finanzbehörden, der von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager begründeten "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten wegen ihres Eintretens für die Prüfung eines AfD Verbots die steuerliche Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Umso intensiver richten alle Mitgliedsorganisationen des Internationalen Auschwitz Komitees ihren Blick nach Europa - im Sinne der Sätze, die die Präsidentin der Europäischen Kommission im Rahmen ihres Grußwortes an die Delegierten übermittelte:

"Wir müssen wachsam bleiben. Wir müssen die Grundpfeiler unserer Demokratien stärken - Rechtsstaat, Freiheit und Gleichheit. Und wir müssen die Grundfeste von alledem schützen: die Würde des Menschen. Das ist Europas Verpflichtung, das ist Europas Versprechen."

Als Präsidentin bestätigten die Delegierten die Auschwitz-Überlebende Dr. Eva Umlauf, als Exekutiv -Vizepräsident wurde erneut Christoph Heubner bestätigt.

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Wir danken dem Bundesministerium des Inneren der Bundesrepublik Deutschland für seine Unterstützung.

Grußwort und Reden

Präsidentin der Europäischen Kommission, Urdsula von der Leyen

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. Foto: Monasse T/ANDBZ/ABACAPRESS.COM via IMAGO
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. Foto: Monasse T/ANDBZ/ABACAPRESS.COM via IMAGO 

 zum Grußwort von Ursula von der Leyen

 

 


Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees

Dr. Eva Umlauf

zur Rede von Dr. Eva Umlauf

 

 

Fotoimpressionen der 18. Generalversammlung

Gedenken und Kraft schöpfen