Weltweit gedenken heute Überlebende von Auschwitz des 1. Transportes von Häftlingen, der am 14. Juni 1940 dass neu eingerichtete deutsche Konzentrationslager Auschwitz erreichte.
Es handelte sich um 728 überwiegend junge Polen und polnische Juden, denen an diesem Tag die Häftlingsnummern eintätowiert und die Haare abgeschoren wurden. Die meisten von ihnen hatten versucht, aus Polen zu fliehen, um sich im Ausland bewaffneten Truppen anzuschließen und weiter gegen die deutschen Besatzer ihrer Heimat zu kämpfen. Nach einem Gefängnisaufenthalt und Folterungen im polnischen Tarnow wurden sie an diesem 14. Juni 1940 nach Auschwitz überführt.
Hierzu betonte während eines Aufenthaltes in der Gedenkstätte Auschwitz Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: "Die Häftlinge, - unter ihnen der 17jährige Schüler Kazimierz Albin aus Krakau, der an diesem Tag zur Nummer 118 wurde, - begriffen nach ihrer Ankunft in Auschwitz schnell, in welche Hölle des Hasses und des Vernichtungswillens sie geraten waren, wenngleich sie sich das spätere Ausmaß der Vernichtung in Auschwitz und Birkenau sowie die Ermordung der jüdischen Familien Europas noch nicht vorzustellen vermochten. Umso enger schlossen sie sich zusammen, um dem Hass der SS zu begegnen.
Die Häftlinge, die nach ihnen nach Auschwitz deportiert wurden, gedenken ihrer auch heute mit großer Anerkennung und Dankbarkeit: Als diejenigen, die das Innenleben des Lagers und die Mentalität der SS-Leute am besten und längsten kannten, haben sie vielen Häftlingen geholfen, nicht aufzugeben und Hunger, Schläge, und Todesangst zu überstehen.
An den heutigen Gedenkfeierlichkeiten wird auch eine Gruppe von Auszubildenden der Volkswagen AG beteiligt sein, die sich seit einer Woche, gemeinsam mit polnischen Berufsschülerinnen und Berufsschülern, bei Erhaltungsarbeiten in der Gedenkstätte Auschwitz engagieren und an einem Seminar des Internationalen Auschwitz Komitees teilnehmen."