
Prof. Rita Süssmuth im Bundestag, 2021. Foto: Stella v. Saldern im Auftrag des Deutschen Bundestages. CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit verabschieden sich Auschwitz-Überlebende in aller Welt von Prof. Rita Süssmuth. Zu ihrem Tod betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Komitees:
"Rita Süssmuth hat in all ihren politischen Funktionen das Ergehen und Wirken von Überlebenden der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager mit großem Interesse und kontinuierlicher Sensibilität begleitet. Ihr Interesse am politischen und pädagogischen Austausch mit Überlebenden war immer von ihrem persönlichen Verantwortungsgefühl für eine gemeinsame Zukunft geprägt, die sie angesichts von steigendem Antisemitismus und Rechtsextremismus als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Demokratie in Deutschland verstanden hat.
Rita Süssmuth ist so zu einer Vertrauensperson vieler Überlebender des Holocaust geworden, für die sie ein neues, demokratisches Deutschland verkörperte. Mit ihren Beiträgen zum deutsch-polnischen Gespräch und auch mit ihrer Förderung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz ist Rita Süssmuth zu einer der wichtigsten deutschen Politikerinnen geworden, die das Lernen aus der Geschichte glaubwürdig werden ließ, weil sie es persönlich vorlebte."