Zum Tod des Auschwitz-Überlebenden Albrecht Weinberg betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Voller Dankbarkeit, Hochachtung und Wehmut verabschieden sich Auschwitz-Überlebende in aller Welt von ihrem Freund, Weggefährten und Leidensgenossen Albrecht Weinberg, der im Alter von 101 Jahren in Leer in Ostfriesland gestorben ist. Seine Erinnerungen und der Schmerz angesichts seiner ermordeten Eltern und all der anderen jüdischen Menschen, die von den Nazis gedemütigt, verfolgt und schließlich ermordet wurden, bestimmte sein Leben. Und dennoch trat er all den vielen jungen Menschen in Deutschland, mit denen er in den letzten Jahren als Zeitzeuge gesprochen hatte, voller Zartheit und Offenheit entgegen:
Er hoffte auf sie und ihre Menschlichkeit und er hoffte dass Deutschland seine Lektion aus der Geschichte und aus den Berichten der Überlebenden endgültig gelernt hätte: Das Wiedererstehen des Rechtsextremismus in Deutschland verfolgte er jedoch mit zunehmender Empörung und Wut.
Wir danken Albrecht Weinberg für die Klarheit seines Blicks, seinen Mut, seine Menschenliebe und seinen Humor und wir danken seiner Partnerin und Betreuerin Gerda Dänekas für ihre Liebe und ihre Fürsorge."