
Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende, Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees. Foto: Eva Oertwig / SCHROEWIG News & Images
Angesichts der aktuellen Entwicklungen um die AfD betonte in München Dr. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees:
"Gerade in diesen Tagen wird deutlich, dass die AfD mittlerweile in ihrer Gänze zu einer Partei geworden ist, die die Demokratie immer wieder massiv attackiert. Ihre Verachtung der Demokratie wird nur noch von der Geldgier mancher ihrer Repräsentanten übertroffen. Rechtsextreme Fanatiker und Profiteure werden in Parlamente eingeschleust, um sich schamlos zu bedienen und gleichzeitig die Demokratie von innen heraus auszuhöhlen. Von Politikern der Partei immer wieder benutzte Bezüge zur Nazi-Zeit und zur Hitler-Verehrung sind offensichtlich.
Für Überlebende des Holocaust sind diese Inszenierungen und Strategien der Verherrlichung der Nazi-Jahre unerträglich und sie kommen ihnen aus der Geschichte sehr bekannt vor. Umso dringlicher wird deshalb unsere Anfrage an Deutschland, wann diese Partei des Hasses und der Demokratiezerstörung endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichtes gebracht wird."
Und in Berlin fügte Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Komitees hinzu: "Diese Anfrage und Aufforderung richtet sich vor allem an Bundesinnenminister Dobrindt: Er ist von Amts wegen verpflichtet, die seit Jahren zu beobachtende rechtsextreme und verfassungswidrige Entwicklung der AfD in einer Materialsammlung zu dokumentieren, aufzubereiten und hin zur politischen Entscheidung auf den Weg zu bringen."