IAK :: Erinnern an gestern, Verantwortung für morgen

Stauffenbergstraße 13/14
10785 Berlin
Deutschland

Telefon:
Telefax:

URI: https://www.auschwitz.info/

Service-Navigation:
 
 
 
 

Aktuell

Herzlich willkommen beim Internationalen Auschwitz Komitee

Das Internationale Auschwitz Komitee ist ein Zusammenschluss von Auschwitz-Überlebenden und ihren Organisationen. Im Internationalen Auschwitz Komitee sind Organisationen, Stiftungen und Holocaust-Überlebende aus 19 Ländern vereinigt. Die Geschäftsstelle des IAK ist in Berlin angesiedelt. Der amtierende Präsident des IAK ist Roman Kent, der nach dem Holocaust in die USA emigrierte.

 

Olaf Scholz eröffnet Sophie Scholl-Ausstellung in Berlin

Sophie Scholl-Ausstellungseröffung am 6. Mai 2021

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat in Berlin die Zaunausstellung aus Anlass des 100. Geburtstages der Widerstandskämpferin Sophie Scholl eröffnet und die Arbeit der Frau gewürdigt, die mit nur 22 Jahren von den Nazis ermordet wurde.

Zum Auftakt des Gedenkens an Sophie Scholl zeigt das Internationale Auschwitz Komitee in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund die Ausstellung „durch unser Handeln...“ am Zaun der Niedersächsischen Landesvertretung in der Hannah-Arendt-Straße – gegenüber dem Holocaustmahnmal. Auf mehreren Bannern wird des Wirkens von Sophie Scholl in Zitaten und Fotos gedacht. 

Die Sätze Sophie Scholls werden durch zeitgenössische Zitate des Holocaust Überlebenden Roman Kent, Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, und Adriana Gilbo (Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung  am Standort Wolfsburg, Volkswagen AG) ergänzt. 

Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: „Überlebende des Holocaust sehen in Sophie Scholl, dieser jungen und unglaublich mutigen Frau, bis heute eine der wenigen Persönlichkeiten, die in mörderischer Zeit Deutschlands Ehre und die Menschenwürde verteidigt hat. Sie verwehren sich mit dieser Ausstellung aber auch gegen jede falsche Vereinnahmung Sophie Scholls und gegen die absurden Vergleiche, für die in diesen Tagen bei Demonstrationen der Name von Sophie Scholl herhalten muss.“

- Johannes Sturm, Leiter der Landesvertretung Niedersachsen,

- Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees

- Prof. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,

- Adriana Gilbo, die Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei VW

erinnerten in kurzen Ansprachen an das gesellschaftliche Engagement von Sophie Scholl und der Widerstandsgruppe Weiße Rose, in der die Studentin mit ihrem Bruder Hans aktiv war. Beide wurden am 22. Februar 1943 in München hingerichtet.

 
Aufzeichnung des Gedenkkonzerts am 24.1.2021 © IAK

76. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Video-Aufzeichnung: IAK-Gedenkstunde am 24. Januar 2021

Das Internationale Auschwitz Komitee lud zusammen mit der Niedersächsischen Landesvertetung beim Bund zur Gedenkstunde anlässlich der Befreiung von Auschwitz am Sonntag, 24. Januar 2021, ein. Mit:

  • Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des IAK
  • Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Niedersachsen
  • und einer Musikauswahl von Überlebenden.
  • Igor Levit spielt.

Zur Aufzeichnung der Gedenkfeier: Youtube

 
Eröffnungstafel der Zaunausstellung © IAK  Karl Lehman & Christoph Heubner

 

76. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz | Internationaler Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2021: Zaunausstellung des Internationalen Auschwitz Komitees

27. Januar 2021: Weltweit gedachten Menschen der Befreiung von Auschwitz. Von jeher teilen die Überlebenden des Lagers mit der Welt ihre Ängste, Erinnerungen und Hoffnungen. In dieser Ausstellung des Internationalen Auschwitz Komitees formulierten sie ihre Gefühle und Erwartungen an die Menschen von heute und morgen:

Für eine Welt ohne Antisemitismus, Hass und Rassismus, eine Welt der Freiheit und der Gerechtigkeit.

Die Zaunausstellung wurde am 20. Januar 2021 am Zaun der Landesvertretung Niedersachsen beim Bund in Berlin-Mitte eröffnet. Hier geht es zur Online-Ausstellung

 

 

 
Foto: adn / Konzept: Christoph Heubner, Karl Lehmann

7.12.1970: Kniefall von Willy Brandt

Ein bis heute gültiger Aufruf, sich mit den dunklen Seiten der eigenen Nationalgeschichte auseinanderzusetzen

Weltweit gedenken in diesen Tagen Überlebende des Holocaust des 7. Dezembers 1970, als Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau vor dem Ghetto-Denkmal kniend die Schuld seines Vaterlandes gegenüber den Juden Europas und dem polnischen Volk bekannte, an der er persönlich keinen Anteil hatte. Umso mehr hat seine Geste des Mitgefühls und des Bewusstseins deutscher Schuld und Verantwortung all jene Menschen in der Welt beeindruckt, die in den Jahren der Nazi-Diktatur und während des 2. Weltkrieges Leid, Verfolgung und Tod durch Deutsche erfahren hatten. Mehr lesen

 
Die Namen der Häftlinge des ersten Transport: Bei der Gedenkfeier in Berlin wurde die Liste der Namen auf dem Steinplatz ausgelegt. © Dariusz Pawlos

80. Jahrestag des ersten Transportes nach Auschwitz

Wenn es ihnen möglich war, haben sie Widerstand geleistet

Die ersten Häftlinge von Auschwitz waren polnische Widerstandskämpfer, zumeist junge Männer. Sie alle hatten sich im Krieg gewähnt. Sie wollten sich den Deutschen nicht einfach ergeben, im Gegenteil, sie wollten den Kampf. Sie kamen nach Auschwitz. Wenn es ihnen möglich war, haben sie Widerstand geleistet. Viele hatten dazu die Kraft nicht mehr. Was würden sie heute von uns verlangen? Mut, Widerstand, sich gegen die neuen Rechten, die neuen Faschisten und Rassisten, die so nicht genannt werden wollen, entgegen zu stellen und für die Demokratie einzustehen. Nicht nur vorher, jetzt, später, eben immer. Mehr lesen

 
Kazimierz Albin erhielt die Häftlingsnummer 118 – er floh aus Auschwitz und schloss sich dem Untergrund an (© Boris Buchholz)

Im ersten Transport: Kazimierz Albin

"Schlimmer, kann es nicht werden“, dachte Kazimierz Albin. Doch er irrte – er war einer der ersten Häftlinge in Auschwitz

Nach der Besetzung Polens durch die Deutschen wollte sich Kazimierz Albin der polnischen Armee in Frankreich anschließen. Doch er wurde erwischt. Als einer der ersten Häftlinge wurde er nach Auschwitz verschleppt. Seine Häftlingsnummer war die 118. Einen anderen Weg aus Auschwitz als durch den Schornstein werde es für die Inhaftierten nicht geben, hatte ihnen der Hauptsturmscharführer Fritsch am ersten Tag gesagt. Doch nach fast drei Jahren entkam Kazimierz Albin der Tötungsmaschinerie und floh in den Untergrund: "Ich habe meinen 18., 19. und 20. Geburtstag in Auschwitz erlebt. Das reichte." Mehr lesen

Jerzy Bogusz

Im ersten Transport: Jerzy Bogusz

Wer fiel, wer strauchelte, wer irgendeine Schwäche zeigte, der wurde erbarmungslos erschlagen

Als der Zug anhielt, konnte er mit dem Namen "Auschwitz" nichts anfangen. Draußen warteten Männer in blau-weißen Anzügen: „Zuerst glaubten wir, es seien Matrosen.“ Dann schlugen sie auf die neuen Häftlinge ein. "Es war die schlimmste Zeitspanne meines Lebens", erinnerte sich Jerzy Bogusz. 1942 wurde er aus Auschwitz "entlassen", er sollte für die Gestapo spionieren. Er entkam seinen Häschern und schloss sich einer Partisanengruppe an. Mehr lesen

 
Die Namen der Häftlinge des 1. Transport wurden auf dem Platz ausgelegt. (© Dariusz Pawlos)

Erster Transport: Gedenken in Berlin

Erinnerung daran, in welchem Inferno Rassismus und Antisemitismus enden können

Am 14. Juni 2020 gedachten weltweit Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ihrer polnischen Mithäftlinge des 1. Transportes, der am 14. Juni 1940 das entstehende Konzentrationslager Auschwitz erreichte. In Berlin fand die zentrale Gedenkveranstaltung auf dem Steinplatz nahe des Bahnhof Zoos statt. Als Ehrengäste nahmen der Botschafter der Republik Polen, Andrzej Przyblebski, der brandenburgische Staatsssekretär Jobst-Hinrich Ubbelohde und Agnieszka Stefanko vom Auschwitz-Gedenkprojekt der Volkswagen Motor Polska teil. Christoph Heubner vom IAK schloss mit den Worten: "Gerade in der gegenwärtigen Situation erinnert das Gedenken an diesen Tag, diesen Ort und diese Menschen auch daran, in welchem Inferno Rassismus und Antisemitismus enden können." Mehr lesen

Gedenken in Wien (© Andreas Neiß)

Erster Transport: Gedenken in Wien

"Die Schicksale dieser ersten Häftlingsgruppe sollen uns heute Signal und Warnung sein."

"Die Schicksale dieser ersten Häftlingsgruppe sollen uns heute Signal und Warnung sein. Um den Anfängen wehren zu können, muss man sie zuerst erkennen", sagte bei der Gedenkfeier in Wien Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. Während der Veranstaltung legten Vertreter verschiedener Verbände und Bürger einen Kranz am Mahnmal gegen Gewalt und Faschismus nieder. Mit den Feierlichkeiten in Wien und Berlin wurde generationen- und länderübergreifend den ersten Auschwitz-Häftlingen gedacht, die der Welt so viele Einblicke in die Mechanismen von Hass, Rassismus und Massenmord vermittelt und vor ihnen gewarnt haben. Mehr lesen

 
 
Karl Lehmann und Christoph Heubner ehren den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, der am 2. Juni 2019 von einem Rechtsextremen ermordet wurde (Foto: Michele Deodat)

Gedenken an Walter Lübcke

Pfingsmontag benannte das IAK eine Berliner Straße nach dem ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten

Am Pfingstmontag wurde die Sigismund-Straße in Berlin-Tiergarten zur Walter-Lübcke-Straße: Das Internationale Auschwitz Komitee gedachte damit dem von Rechtsextremisten ermordeten Kasseler Regirungspräsidenten. Am 2. Juni 2020 jährte sich der Mord zum ersten Mal. Mehr lesen

Eva Fahidi in Berlin © Boris Buchholz

Aktuelle Statements von Holocaust-Überlebenden

"Ich empfehle zu probieren, wie man in Holzschuhen läuft, barfuß … Nach zehn Minuten ist der Fuß voll mit blutenden Wunden und Blasen"

Eva Pusztai-Bélané, geb. Fahidi, Überlebende von Auschwitz und des Zwangsarbeiterlagers Münchmühle bei Allendorf, erinnert sich an ihre Befreiung: "Den glücklichen Schwindel der Freiheit – den Taumel des Glückes – kann man nie vergessen. Ein Leben alleine ist nicht genug, um davor zu mahnen, dass der Holocaust nie mehr vorkommen darf, dass ein Mensch den anderen verachtet oder unterdrückt, hasst, quält. Die Mahnungen vor Antisemitismus und Rassismus müssen weitergehen!“ Mehr lesen

 
Janek Mandelbaum, Berlin 2015 © Boris Buchholz

Aktuelle Statements von Holocaust-Überlebenden: "One thing I would say today"

"Glauben Sie nicht, dass Sie zu intelligent oder zu modern oder zu hochentwickelt sind, um das Undenkbare zu tun"

Janek Mandelbaum, geboren 1927, Häftling im Auschwitz-Nebenlager Blechhammer, Nummer 16013 im KZ Gross-Rosen, Überlebender weiterer Konzentrationslager, lebt heute in Naples, Florida, USA:

28. April 2020: "Wenn ich auf den 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust zurückblicke, frage ich mich immer wieder, wie es möglich war, dass sich eine hochentwickelte Gesellschaft moderner, intelligenter Menschen hypnotisieren ließ, um die barbarischsten Gräueltaten der Menschheitsgeschichte zu begehen. So sehr wir auch den Holocaust studiert haben, bleibt mir diese Frage immer noch ein Rätsel. Wenn es eines gibt, was ich der jungen Generation heute sagen würde, dann dies: Glauben Sie nicht, dass Sie zu intelligent oder zu modern oder zu hochentwickelt sind, um das Undenkbare zu tun. Diese Möglichkeit liegt in uns allen, und wir müssen uns durch Erziehung und Handeln ständig davor schützen.“

 
Bild von Anne Frank im Stelenfeld, Berlin-Mitte

Zum 90. Geburtstag von Anne Frank

"Anne Franks Stimme ist und bleibt unüberhörbar"

Zu ihrem 90. Geburtstag gedachten das Internationale Auschwitz Komitee und die Landesvertretung Niedersachsens beim Bund Anne Frank. Die junge Frau wurde 1945 im KZ Bergen-Belsen umgebracht – sie wurde nur 16 Jahren alt. In der Zaunausstellung werden Auszüge aus Anne Franks Tagebuch zitiert. Gegenüber der Open-Air-Ausstellung befindet sich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.
Zu den Bildimpressionenn der Zaunausstellung: Mehr lesen
Zur Presseerklärung: Mehr lesen

 
Roman Kent, President of the International Auschwitz Committee © Boris Buchholz

Roman Kent, Auschwitz-Überlebender und IAK-Präsident

Verfolgung von Naziverbrechen – eine unmißverständliche Warnung

Eine Verjährung für die ungeheuren Naziverbrechen gegen die Menschlichkeit – das darf es niemals geben. Jeder Beteiligte muss zur Rechenschaft gezogen werden. Kein Täter darf davonkommen. Auch wer sich jahrelang vor der Justiz verstecken konnte, soll nie die Gewissheit haben, bis zum Ende des Lebens unbehelligt und unerkannt zu bleiben. 
Mehr lesen

Teilnehmer der Pressekonferenz Januar 2009

Im Wortlaut: Das Vermächtnis der Überlebenden

Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen

25. Januar 2009: Überlebende der deutschen Konzentrationslager beschließen 2009 als Ergebnis einer internationalen Konferenz in Berlin das "Vermächtnis der Überlebenden". Wir dokumentieren das Zeitdokument im Wortlaut:  Mehr Lesen